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Karlheinz Venter

Physiker, Wirtschaftsingenieur

Schwerpunkte

  • Geschäftsmodelle
  • Großgruppenmethoden
  • Gamification
  • Kybernetik
  • Kollaboration

„If you want something new, you have to stop doing something old.“
– Peter F. Drucker

Ich über mich

Rückblickend betrachtet hat mich einer meiner ersten Chefs nachhaltig geprägt. Er stellte immer wieder zwei Fragen: „Machen wir das Richtige?“ und „Machen wir es richtig?“. Auf den ersten Blick klingen die beiden Fragen, die auf die Effizienz und die Effektivität abzielen, trivial. Sie haben für Unternehmen aber eine immense Tragweite. Und für mich sind das die beiden entscheidenden strategischen Fragestellungen. Macht man das Richtige richtig, verfolgt man eine erfolgversprechende Strategie. Und ohne eine Strategie ist ein sinnvolles und erfolgreiches Wirtschaften nicht möglich. Und genau das – sinnvolles und erfolgreiches Wirtschaften – ist mein Thema und treibt mich an!

Dass ich mal als Stratege „enden“ würde, war am Anfang meines Werdegangs nicht absehbar. Ich hatte zwar in meinem Physikstudium gelernt, in komplexen Systemen und Zusammenhängen zu denken und zu abstrahieren. Es stellte sich erst später heraus, dass das für Strategie ganz nützliche Fähigkeiten sind. Das erste Mal begegnete ich dem Thema Unternehmensstrategien bei meinem berufsbegleitenden Aufbaustudium zum Wirtschaftsingenieur. Die Fächer „Unternehmensführung“ und „Strategisches Management“ fand ich im gesamten Studium am spannendsten und sie machten mir am meisten Spaß.

Direkt nach dem Ende meines Traineeprogramms im Bereich „Organisation & EDV“ – ja, so hieß das noch vor ein paar Jahren – arbeitete ich das erste Mal unmittelbar in einem Strategieprojekt mit. Wir entwickelten in einem kleinen Team die Geschäftsstrategie des ausgelagerten IT-Bereiches eines Baustoffherstellers. Seitdem habe ich viele Strategieprojekte begleitet – als Teilprojektleiter, als Projektleiter oder als externer Berater und dabei habe ich einige der größten Strategieberatungen Deutschlands und kleine Strategie-Boutiquen und deren Arbeitsweisen kennengelernt. Immer wieder haben mich ich die analytischen Fähigkeiten der Berater und die Folientemplates beeindruckt! In keinem der Projekte wurde von den Beratungen eine konkrete Strategiemethode angewendet. Gängige Standardmethoden und -vorgehensweisen zur Strategieentwicklungen wurden immer individuell auf die jeweiligen Aufgabenstellungen angepasst. Trotzdem erreichten die meisten Projekte nicht oder nicht nachhaltig die gesetzten Ziele. Das war für mich unbefriedigend. Ich stellte mir die Frage, warum diese Strategien nicht den gewünschten Erfolg brachten. Lag es an den eingesetzten Methoden oder an der Vorgehensweise, an der erarbeiteten Strategie oder an den Umsetzungsmaßnahmen? Ich fand keine Antwort auf diese Fragen und fing an, nach einer „funktionierenden“ Strategiemethode zu suchen. Eher zufällig stieß ich auf die „Engpasskonzentrierte Strategie“ von Wolfgang Mewes. Nach dem Durcharbeiten des Standardwerkes zur Engpasskonzentrierten Strategie, „Das große 1 × 1 der Erfolgsstrategie: EKS® – Die Strategie für die neue Wirtschaft“, war mir sofort klar, dass diese Methode – richtig angewendet – funktionieren muss. Warum? Entscheidend ist, dass die Engpasskonzentrierte Strategie den Kunden mit seinen Problemen, Bedürfnissen und Wünschen unmittelbar ins Zentrum stellt! Klingt auch trivial, ist aber erfahrungsgemäß nicht selbstverständlich, sondern in Strategieprozessen eine seltene Ausnahme. Wer konzentriert schon seine Unternehmenskräfte ganzheitlich auf den größten Engpass einer eng umrissenen Zielgruppe? Aber genau diese Fokussierung und Spezialisierung führt in der Folge zu echter Differenzierung im Markt und zu wirtschaftlichem Erfolg. Neben den Erfolgsbeispielen aus dem o. g. Buch bestätigte das auch Hermann Simon in seinem Werk „Die Heimlichen Gewinner (Hidden Champions). Die Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer“. Simon hatte herausgefunden, dass die Hidden Champions meistens eine Engpasskonzentrierte Strategie verfolgten. Mit diesen Erkenntnissen reflektierte ich die eigenen Strategieprojekte nochmals. Es lag auf der Hand: die erarbeiteten Strategien waren umso erfolgreicher, je stärker sie den Kundennutzen ins Zentrum stellten – und leider auch umgekehrt.

2007/08 machte ich eine weitere, sehr prägende Erfahrung. Ich war bei meinem damaligen Arbeitgeber Projektleiter eines Reorganisationsprojektes. Ziel der Reorganisation war es, die internen Prozesse effizienter zu gestalten. Um das zu erreichen wählten wir den Ansatz, die Entscheidungskompetenz konsequent dorthin zu verlagern, wo der Entscheidungsbedarf anfiel – zu den Mitarbeitern an der Schnittstelle zum Markt. Im Laufe dieser Restrukturierung spürte ich immer mehr die Kraft der neu erarbeiteten, befähigenden und selbststeuernden Organisation: Die Mitarbeiter wuchsen über sich hinaus, waren höchst motiviert und bereit, alles zu geben. Und das ganz ohne die klassischen Führungsinstrumente wie Budgets, Prozess- und Aufgabenbeschreibungen, fixierte Zielvorgaben oder Zielerreichungsprämien. Für mich die Bestätigung, dass es nicht nur darum geht, das „Richtige zu tun“ – beispielsweise eine erfolgversprechende Differenzierungsstrategie zu verfolgen –, sondern auch darum, es „richtig zu machen“.

Später absolvierte ich, um die Methode „Engpasskonzentrierte Strategie“ grundlegend zu lernen, bei Frau Dr. Kerstin Friedrich – der deutschen Expertin für Spezialisierungsstrategien – die Ausbildung zum Strategieberater. Während dieser Ausbildung drängte sich mir die nächste Frage auf: Warum ist die nachweislich erfolgreiche Methode „Engpasskonzentrierte Strategie“ vor allem im Mittelstand kaum noch bekannt und verbreitet? Aus dieser Fragestellung heraus entstand mit Kerstin Friedrich zusammen die Idee, Strategie und Unternehmenskultur in einer neuen Methode, in „SPINNOVATION®“, zu verbinden. In diese Methode sind selbstverständlich meine Erfahrungen als Manager und Topmanager im Mittelstand und in mittelständisch geprägten Konzernen eingeflossen. Vor allem die in der Strategieentwicklung und -umsetzung und die in der effektiven Führung von Mitarbeitern. SPINNOVATION ist so konzipiert, dass Unternehmen nicht nur eine grundlegende strategische Ausrichtung erarbeiten, sondern dabei aktuelle Innovationsmethoden nutzen und Mitarbeiter tief in den Strategieprozess einbinden. SPINNOVATION liefert Antworten, wie Widerstände gegen Veränderungen, die immer bei der Strategieumsetzung entstehen, zu überwinden sind. Meiner Meinung nach beste Voraussetzungen dafür, SPINNOVATION als Methode für dauerhafte Profitabilität und Zukunftsfähigkeit im inhabergeführten Mittelstand zu etablieren.

Für mich persönlich war die Entwicklung von SPINNOVATION ein großer Schritt aus dem Angestelltendasein, um als Unternehmer meine unternehmerischen Vorstellungen umzusetzen. Und mich vor allem nur noch mit dem Thema zu beschäftigen, für das ich brenne: Strategien für sinnvolles und erfolgreiches Wirtschaften! Um meine Vision hinter allem möglichst groß zu denken, fehlte mir nur noch eine „Kleinigkeit“: der richtige Geschäftspartner. Jemand, bei dem die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit stimmten: dieselben Werte und die Ergänzung der jeweiligen Kompetenzen. Um es kurz zu machen: Mit Tom Hill habe ich den idealen Konterpart gefunden – es passt einfach alles zusammen, von Anfang an. Nachdem Tom und ich den Gedanken, gemeinsam „in Strategie machen“ zu wollen, ausgesprochen hatten, war vier Wochen später HILLVENTER gegründet.

Meine Spezialgebiete sind neben Management- und Führungssystemen, in denen sich Menschen mit ihrem vollen Leistungspotential einbringen, vor allem Geschäftsmodelle auf Basis einer klaren Differenzierung. In Kundenprojekten macht mir am meisten Spaß, gemeinsam mit Unternehmern den richtigen Weg in unserer komplexen, volatilen und digitalisierten Welt zu finden, um Strategie und Unternehmenskultur zu verbinden, dauerhaft profitable Geschäftsmodelle zu entwickeln und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Oder anders ausgedrückt: „Gemeinsam das Richtige richtig machen.“

Ich bin verheiratet, Vater zweier Töchter und lebe mit meiner Familie in Oberursel. Sportlich setze ich auf „High Intensity Intervall Training“ und versuche – zum auditiven Leidwesen meiner Familie – seit ein paar Jahren beim Gitarrespielen über das Anfängerstadium hinauszukommen. Wegen völliger Talentlosigkeit fast aussichtslos. Aber mir macht es trotzdem sehr viel Spaß.

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